Es gibt sehr viele Zeitschriften auf dem Markt, die sich mit Fotografie beschäftigen. Die meisten jedoch eher mit der Technik. Seien es seitenlange Kamera-Neuvorstellungen, Tests, Vergleiche oder Artikel über Bildbearbeitungssoftware. Und das Ganze dann auch eher für den Consumerbereich. Sicherlich werden  auch mal eine höherwertige Kamera oder sogar eine D3(s/x) oder andere Vollformat-Kameras vorgestellt. Aber erstens ist das Internet wohl viel informativer und zweitens stellt sich die Frage – wie bei wohl den meisten Neuvorstellungen/Tests in diesen Zeitschriften – wie objektiv diese wirklich sind. Abgesehen davon bin ich nicht in der Lage mir jeden Monat eine neue Kamera oder neues Zubehör zu kaufen, also sind diese Zeitschriften für mich nicht wirklich interessant.

Vor einiger Zeit stiess ich dann auf die LFI (Leica Fotografie International). Hier gibt es neben der vorgestellten Leica-Technik auch sehr viele Portfolios und Reportage-/Bildstrecken von (natürlich) Leica-Fotografen zu sehen. Insgesamt finde ich die LFI sehr ausgewogen. Aber ich muss zugeben auch ein Fan der Marke zu sein, obwohl die Kameras leider im Moment noch weit ausserhalb meiner finanziellen Reichweite sind. Die LFI erscheint alle 6 Wochen und kostet ca. 7 Euro, also etwas mehr als der Durchschnitt in diesem Bereich.

Neulich in der Bahnhofsbuchhandlung, Mela hatte mich reingezerrt verleitet mit reinzugehen, sind mir noch zwei sehr interessante Zeitschriften ins Auge gefallen.

Damit kommen wir zur Empfehlung #2. Der PHOTO International.

Hier kommt zunächst ein Bereich der sich Szene nennt. Dort wird ausführlich über mehrere Seiten auf Ausstellungen und Bildbände hingewiesen. Danach kommt ein Bereich in dem mehrere Portfolios vorgestellt werden. Zum Schluss kommt auch hier etwas Technik, aber es geht mehr in den Profi-Bereich der Fotografie, z.B. digitales Mittelformat.
Die Zeitschrift erscheint zwei-monatlich und liegt preislich auch bei etwa 7 Euro.

Und zu guter letzt noch die Empfehlung #3: Fine Art Photo – The International Gallery Of Erotic Photography

Wie der Untertitel schon erkennen lässt beschäftigt sich die Zeitschrift mit hochklassiger Aktfotografie. Es gibt einige Bilderstrecken von international ausgewählten Fotografen zu sehen und seit dieser Ausgabe neuerdings auch redaktionelle Artikel. In der mir vorliegenden Ausgabe (No. 7) sind es allerdings nur drei Stück.  Die Texte bei den Bilderstrecken sind sowohl in Deutsch und als auch Englisch abgedruckt, die redaktionellen Artikel aus Platzgründen allerdings nur auf Deutsch. Für jeden der sich für diesen Bereich der Fotografie interessiert dürften die Bilderstrecken ein absoluter Genuss und ein Quell der Inspiration sein. Auch die redaktionellen Artikel sind sehr interssant und im Heft verteilt. Es wird einmal die Arbeit mit einem mobilen Profi-Blitzsystem anhand eines konkreten Shootings beschrieben, dann wie man sich ein morbides Foto-Set zu Hause einrichten kann und zuletzt ein Erfahrungs-/Praxisbericht über die Arbeit mit dem Wacom Intuos 4 und wie der Autor des Artikels dieses einsetzt. Die Zeitschrift hat zwei Wermutstropfen: sie erscheint nur zwei mal im Jahr und kostet 14,95 pro Ausgabe. Dafür wird auf Werbung weitestgehend verzichtet.

Die vorgestellten Zeitschriften gibt es alle im gut sortiertem Bahnhofsbuchandel, die LFI zum Beispiel auch bei Thalia.

Ich weiß, es gibt noch mehr Lesenswertes auf dem Foto-Zeitschriftenmarkt. Insbesondere solche Zeitschriften, die man meines Wissens nach nur direkt beim Heraussgeber bestellen kann. Aber das waren eben die drei, die ich konkret in den Fingern hatte in der letzten Zeit. Ihr dürft gerne in den Kommentaren noch weitere Zeitschriften nennen!

Flattr this!